Eine echte Alternative zu Holz – Korkparkett

Während man Korkböden in Plattenform vollständig auf den Untergrund aufklebt, gibt es heutzutage auch Beläge aus Kork welche schwimmend verlegt werden können. Das cork-oak-505263_640Korkfurnier wird hierzu auf eine Trägerplatte aufgeklebt. Wie bei allen Materialien sollte man auch hier die Platten mindestens 12 Stunden vor dem Einbau in Zimmertemperatur lagern.

Korkböden haben gegenüber Holzparkett zwei große Vorteile: Die Oberfläche ist wesentlich wärmer und zudem außerordentlich elastisch. Wo Möbelfüße ihre Spuren hinterlassen, bei Korkparkett ist hiervon nichts zu sehen.

Die Verlegearbeiten beginnen mit einer Begutachtung des Untergrunds. Ist dieser sauber und flach, wird eine Zwischenlage ausgelegt. Anschließend die Türzargen kürzen um die Höhe des neuen Bodenbelags.

Vorgehensweise Verlegung – Vorarbeiten

  • Vorab muss der Untergrund auf Ebenmäßigkeit überprüft werden. Gegebenenfalls den Boden mit geeigneter Ausgleichsmasse ausgleichen.
  • Anschließend Pappe als Untergrund ausrollen. Sollte ein dünner alter Teppich noch vorhanden sein, entfällt diese Anwendung.

Notwendige Schritte – Verlegung

  • Die Türzargen mittels feiner Säge so kürzen, dass Parkett und Pappe leicht untergeschoben werden können.
  • Erste Reihe mit der Nutseite zur Wand hin verlegen. Mit Keilen für eine 10 mm breite Dehnungsfuge sorgen. In diese Fuge anschließend Leim einführen.
  • Elemente dann Reihe an Reihe mittels Hammer und Schlagholz aneinanderfügen. Hervorquellenden Leim mit einem feuchten Tuch abwischen.
  • Dehnungsfuge nach folgender Formel berechnen: maximale Raumlänge x 1,5 mm. Mindestens aber muss eine Fuge 10 mm breit sein.
  • Das letzte Teil einer Reihe auf Maß zuschneiden und mithilfe eines Zugeisens einführen. Mit dem Restteil fängt die neue Reihe an.
  • Bei einer sogenannten Endlosverlegung sollten die Stoßfugen zweier nebeneinander verlegten Reihen aus Gründen der Festigkeit einen Abstand von mindestens 30 cm aufweisen.
  • Vorkommende Ausklinkungen für Wasser- oder Heizrohre am besten mit einer Stichsäge ausschneiden. Auch hier auf Dehnungsfuge achten.
  • Bei der letzten Reihe werden die Teile mittels Stichsäge auf erforderliche Breite zugeschnitten. Anschließend mithilfe eines Zugeisens anpassen.

Tipp: Bei alten und abgenutzten Untergründen mittels einer Aluschiene prüfen, ob Unebenheiten vorhanden sind. Bestehen Toleranzen von mehr als 3 mm ist eine Verwendung von Ausgleichsmasse erforderlich.

Auch sollte ein Estrich auf dessen Tragfähigkeit überprüft werden. Dazu die Klinge eines Teppichmessers in den Estrich oberflächlich einritzen. Ist der bestehende Untergrund relativ weich, muss dieser mit Tiefengrund verfestigt werden.

Sollten diesbezüglich dennoch Zweifel bestehen, sollte auf alle Fälle ein Fachmann hinzugezogen werden. Dieser entscheidet, ob der Estrich erneuert werden muss oder nicht? Korkparkett ist und bleibt ein toller warmer Boden, der auch selbst verlegt werden kann.